Blog-Titelbild FLOW CAMP Rueckblick

FLOW & CAMP 2026 – wie aus „Das können wir doch selber“ ein Festival wurde

Die besten Ideen entstehen ja bekanntlich nicht am Schreibtisch, sondern eher so nebenbei. Bei FLOW & CAMP war es ziemlich genau so. Ein anderes Yoga-Festival hatte den Campingplatz Mainglück angefragt. Aus verschiedenen Gründen kam das aber nicht zustande. Und irgendwann saßen Jens und ich dann da und dachten sinngemäß:

Yoga-Festival? Das können wir doch auch selber.

Und damit war die Idee geboren. Für uns war auch ziemlich schnell klar, wie wir die Rollen verteilen: Ich kümmere mich um Yoga, Programm und Organisation, Jens stellt mit dem Mainglück nicht nur den Platz zur Verfügung, sondern bringt als Veranstaltungstechniker auch jede Menge Erfahrung, Technik und Equipment mit.

Und für mich stand von Anfang an fest: Wenn ich ein Festival mache, dann soll es nicht größer, voller und lauter werden als alles, was es schon gibt. Im Gegenteil. Ich mag große Festivals durchaus. Sie können richtig Spaß machen. Aber ich kenne eben auch dieses Gefühl, wenn gleichzeitig vier tolle Workshops laufen und ich schon beim Stundenplan denke: Mist, was verpasse ich denn jetzt wieder?

Darauf hatte ich keine Lust. FLOW & CAMP sollte genau das Gegenteil werden: klein, entspannt, persönlich – und bitte komplett ohne FOMO.

Ein Floor. Ein Stundenplan. Gute Lehrer. Genug Pausen. Und der Main direkt vor der Matte.

Das war die Idee.

Aus einer Idee wurde ein Festival

Bis kurz vor dem Wochenende war FLOW & CAMP natürlich vor allem eins: ziemlich viel Organisation.

Lehrer auswählen und koordinieren, Stundenplan bauen, Technik, Zelte, Deko, Goodie Bags, Essen, Schilder, Preise, Listen – und gefühlt noch tausend Kleinigkeiten, die einem erst dann einfallen, wenn man eigentlich schon fertig sein wollte. Das kannte ich ja aber schon aus meiner Zeit, als ich noch Unternehmensauftritte auf großen internationalen Fachmessen organisiert habe.

Am Freitagabend beim Aufbau kam dann aber dieser Moment, an dem alles zusammenpasste. Die Zelte standen, die Lichter hingen, die Deko war verteilt, unser kleiner Festivalplatz direkt am Main nahm Form an – und auf einmal sah es nicht mehr nach Vorbereitung aus, sondern nach einem echten Festival. Ein großartiges Gefühl.

Die ersten Teilnehmer und Lehrer kamen an und die Reaktionen waren einfach schön. Begeisterte Gesichter, erste Gespräche, dieses neugierige Umschauen und das Gefühl: Okay, das funktioniert wirklich.

Ich glaube, da ist bei mir zum ersten Mal so richtig die Anspannung abgefallen. Nicht komplett natürlich. 😅

Am nächsten Morgen durfte ich schließlich als Erste auf die Matte und das Festival eröffnen. Ich war aufgeregt, aber vor allem freudig. Und als nach meiner ersten Stunde eine Teilnehmerin mit Tränen in den Augen vor mir saß und sich bedankt hat, wusste ich:

Ja. Genau deshalb mache ich dieses Festival.

Wenn der innere Skeptiker mittanzt

Einige Programmpunkte hatte ich natürlich bewusst ausgewählt, bei anderen war ich selbst ein bisschen gespannt, wie sie sich am Ende anfühlen würden.

Ganz vorne dabei: Kakao & Dance.

Im Vorfeld gab es dazu durchaus ein bisschen Gegenwind. Kakaozeremonie und Ecstatic Dance klingen für manche eben schnell nach sehr viel Spiritualität, Räucherstäbchen und Dingen, bei denen ich selbst innerlich auch gerne mal einen Schritt zurückgehe. 😅 Genau deshalb war mir wichtig, wer so ein Format anleitet und wie es umgesetzt wird.

Und was soll ich sagen: Es war richtig gut.

Wir wurden ruhig und achtsam in den Abend geführt, haben gemeinsam den Kakao getrunken und danach wurde einfach getanzt. Keine komplizierten Regeln, kein merkwürdiges Drumherum. Gute Musik, ein großartiger DJ und irgendwann eine ganze Gruppe Menschen, die einfach richtig Spaß hatte.

Ähnlich ging es mir beim Thai-Yoga-Workshop von Bernadette. Am Ende lag ich im Shavasana, während sie Harmonium spielte und sang. Wer mich kennt, weiß: Auch beim Harmonium bin ich nicht automatisch in der ersten Reihe. 😉 Aber Bernadette hat das so unaufgeregt, selbstverständlich und wunderschön gemacht, dass ich dachte: Okay. So darf das gerne sein.

Das war übrigens eine meiner schönsten Erkenntnisse an diesem Wochenende: Nicht die Methode oder das Instrument entscheidet, ob etwas zu mir passt. Sondern die Menschen dahinter und die Art, wie sie einen Raum gestalten.

Klein, fein und genau richtig

Ich glaube, am Ende war es gerade die Größe, die dieses erste FLOW & CAMP so besonders gemacht hat. Wir waren keine riesige Menge und genau dadurch entstand schnell dieses Gefühl, dass man sich kennt, miteinander ins Gespräch kommt und nicht einfach anonym von Programmpunkt zu Programmpunkt verschwindet.

Auch die Lehrerinnen waren nicht einfach „Programmpunkte im Stundenplan“, sondern Teil des ganzen Wochenendes. Viele waren selbst bei anderen Sessions dabei, haben sich ausgetauscht, mitgemacht, mitgefeiert und das Festival dadurch mitgetragen. Das möchte ich unbedingt bewahren.

FLOW & CAMP darf wachsen. Natürlich. Ich habe Lust, im nächsten Jahr noch ein paar mehr Lehrer:innen Raum zu geben, vielleicht das Sonntagsprogramm etwas länger zu machen und an einzelnen Stellen weiterzuentwickeln. Aber es soll kein Festival werden, bei dem man morgens schon Stress bekommt, weil gleichzeitig fünf tolle Workshops laufen.

Ein Floor, ein gemeinsamer Stundenplan, genug Pausen. Und die Freiheit, auch einfach mal eine Session auszulassen und stattdessen am Main zu sitzen.

Denn genau das war für viele im Nachhinein ein wichtiger Teil des Wochenendes.

Und dann kam der Wind

Am Sonntag zeigte sich der Main dann noch einmal von einer etwas anderen Seite. Das Wetter war herrlich, aber der Wind wurde so stark, dass es erst unser Festivalposter umhaute und dann sogar eines der Zelte ein gutes Stück versetzte. Für einen Moment war also Schluss mit tiefenentspannt. 😅

Alle packten mit an, wir sicherten, räumten und sortierten neu und dann lief das Programm natürlich weiter.

Zum Abschluss kam Franziska mit ihrem Klangbad. Nach all dem Trubel wurde es auf einmal wieder ganz ruhig. Die Menschen lagen auf ihren Matten, die Klänge breiteten sich aus und irgendwie sammelte sich die ganze Energie dieses Wochenendes noch einmal an diesem einen Ort. Das war ein richtig schöner Abschluss für dieses unperfekt perfekte Festival.

Denn auch das habe ich an diesem Wochenende nochmal sehr deutlich gespürt: Es braucht gar nicht so viel, um für eine Weile komplett aus dem Alltag auszusteigen.

Einen schönen Ort. Die richtigen Menschen. Ein bisschen Zeit.

Die Menschen, die FLOW & CAMP mit Leben gefüllt haben

Weil ein Festival am Ende natürlich vor allem von den Menschen lebt, die es gestalten, möchte ich auch unsere erste FLOW & CAMP Crew noch einmal nennen.

Mit dabei waren Theresa mit Flow on Beat, Petra mit Walk & Shine, Sabine mit Inner Glow, Michaela mit ihrem Flow, Bernadette mit Thai Yoga Massage, Selma & Tobi mit Kakao & Dance, Lorena mit Wake Up Slow, Charlotte mit Deeper Senses Vinyasa und Franziska mit ihrer Klangreise.

So unterschiedlich die Stunden waren, so gut hat für mich genau diese Mischung funktioniert. Und besonders schön fand ich, dass viele eben nicht nur für ihre eigene Session gekommen sind, sondern selbst mitgemacht, getanzt, ausprobiert und das Wochenende miteinander verbracht haben.

Danke euch. Ihr habt dieses erste FLOW & CAMP Festival zu dem gemacht, was es war. 🤍

Was bleibt?

Gut zwei Monate später schaue ich die Fotos an und bin sofort wieder drin in diesem Wochenende. Was bleibt, ist für mich vor allem das Gefühl, dass ein schöner Ort und die richtigen Menschen unglaublich viel ausmachen können. Dass es gar nicht immer eine ganze Woche Retreat braucht, um mal wirklich rauszukommen. Zwei Tage können reichen, wenn die Atmosphäre stimmt.

Und ich glaube, genau das war FLOW & CAMP für mich und für alle Mitwirkenden und Teilnehmenden: kein riesiges Festival, kein Dauerprogramm, kein höher, schneller, weiter. Sondern ein kleines Wochenende am Main, das vor allem eins hinterlassen hat: ein gutes Gefühl und viele schöne Erinnerungen.

Und weil ziemlich schnell die Frage kam, ob es eine Wiederholung geben wird: Ja. Wird es.

FLOW & CAMP 2027

Der Termin für die zweite Runde steht bereits fest:

31. Juli & 1. August 2027
Campingplatz Mainglück, Neustadt am Main

Das Grundprinzip bleibt gleich: ein Floor, ein gemeinsamer Stundenplan, genug Pausen und ganz viel Main drumherum.

Ein bisschen weiterentwickeln darf sich FLOW & CAMP natürlich trotzdem. Ich möchte noch ein paar mehr Lehrer:innen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen, das Sonntagsprogramm etwas länger machen und schauen, welche Ideen aus diesem ersten Festival mit in die zweite Runde dürfen.

Aber klein, persönlich und entspannt soll es bleiben.

Für alle, die jetzt schon wissen: Da möchte ich nächstes Jahr dabei sein, gibt es noch bis 18. Oktober 2026 den Super Early Bird für 99 €.

Danach kostet das Wochenendticket 122 €.

HIER TICKET SICHERN

Und zum Schluss lasse ich einfach noch ein paar Bilder sprechen.

Danke an Michaela, die nicht nur mit ihrer Flow-Stunde Teil des Festivals war, sondern nebenbei auch noch ganz viele dieser Momente mit ihrer Kamera festgehalten hat. 🤍