Unser Wohlfühlkonto – wir heben immer nur ab und wundern uns dann über Schmerzen

 

Warum fällt es uns so leicht, immer mehr abzubuchen – und so schwer, etwas einzuzahlen?

“Ich konnte diese Woche nichts für meinen Rücken machen, denn…

  • …ich hatte einfach keine Zeit.”
  • …ich hatte so viel Stress.”
  • …ich musste mich um die Kinder kümmern.”
  • …es hat geregnet.”
  • …ich war müde.”
  • …ich hatte keine Lust.”
  • …ich musste Überstunden machen.”
  • …ich wollte lieber netflixen.”
  • …die Couch war magnetisch.”
  • …und so weiter und so fort…

Wer kennt sie nicht, die Ausreden, die uns nur allzu leicht über die Lippen kommen und mit denen wir uns schön reden, warum es mal wieder nicht mit dem Training, mit dem Yoga, mit dem Spazierengehen, such dir etwas aus, geklappt hat. 

Der kurzfristige vermeintliche Vorteil ist uns wichtiger als die langfristigen Resultate. Das ist ok, das geht auch eine Zeit lang gut. 

Aber irgendwann fängt es langsam an: es zwickt im Rücken, der Nacken ist steif, die Schultern sind verspannt, der Kopf schmerzt… Eine Ibu, dann geht das schon. Ich muss ja schließlich: Überstunden machen, das Projekt voranbringen, die zusätzlichen Aufgaben vom Chef erledigen, mich um die Kinder kümmern, den Mann entlasten… Und da hab ich nun wirklich keine Zeit für… 

 

Der Teufelskreis

Merkste was? Ein Teufelskreis. Immer abheben, abheben, abheben, es allen und jedem recht machen und die eigenen Bedürfnisse hintanstellen. Dazu tendieren v.a. wir Frauen. Ich bin sicher, dass sich die meisten von uns schon in einer solchen Situation befunden haben bzw. gerade befinden. Aber hey, das ist kein Vorwurf. Oft ist uns das nicht bewusst und wir empfinden das als ganz normal. Doch unser Wohlbefinden ist wichtig und dafür dürfen und müssen wir sorgen, gerade DAMIT wir leistungsfähig, gesund und fit sind für uns, für die Familie, für den Job.

Wir heben so gerne von unserem Wohlfühl- und Gesundheitskonto ab. Aber Achtung, es ist nicht unerschöpflich. Man spricht dann von Alterserscheinungen, Verschleiß, ab 30 geht es schließlich bergab. ;) 

 

Gesunde Gewohnheiten

ABER: Viele der sogenannten Alterserscheinungen können reduziert und hinausgezögert werden, Rückenschmerzen können geheilt, Bandscheibenvorfälle vermieden werden. Wenn wir nur wieder lernen, achtsam mit uns umzugehen und regelmäßig auf unser Wohlfühl- und Gesundheitskonto EINzuzahlen.

Wir wollen doch nicht nur so alt werden wie möglich, sondern so gesund wie möglich alt werden. Um das zu erreichen und die körperliche und mentale Gesundheit möglichst lange hoch zu halten, ist es wichtig, unseren Alltag mit gesunden Gewohnheiten zu spicken. 

Die ganz offensichtlichen Maßnahmen sind:

  • eine gesunde und ausgewogene Ernährung
  • regelmäßige körperliche Aktivität
  • erholsamer Schlaf
  • lebenslanges Lernen

Doch letztendlich ist es unser gesamter Lebensstil, mit all seinen Facetten, der sich auf unser Wohlbefinden auswirkt. Lies hierzu auch meinen Blog: Yoga – mehr als nur Turnen auf der Matte, eine Lebenseinstellung.

 

Veränderung und der Schweinehund

Warum fallen wir immer wieder zurück in unsere schlechten Gewohnheiten? Eben, weil es Gewohnheiten sind. Und weil wir 1001 wichtigere Dinge im Leben zu tun haben. Es ist der einfachere Weg und erfordert daher kurzfristig weniger Aufwand und Energie. Die Argumente dafür sind schnell gefunden, siehe oben.

Entsprechend ist es viel schwieriger, gesunde Entscheidungen zu treffen. Es ist anstrengend und mit Zeit und Aufwand verbunden, Veränderungen zu etablieren. 

Aber wie kommen wir auf die Idee zu erwarten, andere Ergebnisse zu erzielen, wenn wir immer (wieder) das gleiche tun?

Oder wie Einstein es formulierte: “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.”

 

Ein praktisches Beispiel

Lasst uns als praktisches Beispiel das Thema Rückenschmerzen hernehmen. “Wie den inneren Schweinehund überwinden? Die Frage aller Fragen…” Das war ein Kommentar einer Teilnehmerin aus meinem Onlinekurs THE BACK ATTACK. (Hier kannst du dich übrigens auf die Warteliste setzen lassen, wenn du das nächste Mal dabei sein willst.)

Hier ist es wichtig, dass wir kurz innehalten und uns selbst einige Fragen beantworten:

  • WARUM ist es mir wichtig, meine Rückenschmerzen loszuwerden?
  • Was ist ANDERS, wenn ich keine Rückenschmerzen mehr habe?
  • Wie fühlt es sich an, wenn ich das erreicht habe?

Und so rütteln wir an unserer inneren Motivation: Was will ich nicht mehr und was will ich stattdessen? Und dann brauchen wir schlaue Strategien, wie wir das umsetzen. Wenn es um das Thema Rücken geht, hab ich da einiges für dich. Hier sind ein paar Tipps.

 

Wie ich dir helfen kann:

5 einfache Tipps 

5 einfache Tipps, was du täglich für deinen Rücken tun kannst und die auf dein persönliches Wohlfühlkonto einzahlen:

  • 30 Minuten flott spazieren gehen (oder 2x 15 Minuten)
  • achte auf eine aufrechte Haltung, präsentiere deinen schönsten Kettenanhänger der Welt
  • mache zwischendurch ein paar einfache Übungen, nur heute, nur 10 Minuten
    (Hier findest du eine Übersicht mit 10 einfachen Übungen auf dem Stuhl fürs Büro.)
  • mach mal Pause und atme durch (laaanger Ausatem)
  • und ganz wichtig: Hab Spaß! Integriere deine gewünschten Routinen so in deinen Tag, dass sie dir Spaß bringen

Schritt für Schritt, Tag für Tag. In deinem eigenen Tempo. Sei streng mit dir, aber nicht hart. Fang mit einer Sache an und versuche nicht alles auf einmal umzusetzen. Und gib den kleinen Veränderungen die Chance zu einer Routine zu werden. Sobald etwas eine Routine ist, musst du dir um die Motivation keine Sorgen mehr machen. Oder musst du zum Zähneputzen den Schweinehund überwinden?

 

Und wenn du dabei Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir. Ich freue mich, wenn wir uns kennenlernen und gemeinsam herausfinden, wie ich dir weiterhelfen kann.

 

Hier findest du den aktuellen Kursplan und wenn du Fragen hast, schreib mir einfach.